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Der mystische Donnersberg

Schon alleine der Name lässt mich sogleich in eine mystische Märchenlandschaft versetzen. Da kommen Gefühle auf, als wäre ich einst in anderen Leben dort ansässig gewesen. Ja, fürwahr, es gibt Orte, wo man sich auf seltsame Art und Weise heimisch fühlt. Bereits die Anfahrt war geheimnisvoll. Die Umgebung verträumt ländlich, die Strassen schmal und das Wetter, ja, wie soll ich sagen? Wie in einem Mittelalterfilm. Wildes Schneetreiben, kaum Sicht, Schneeflocken so gross, wie kaum zuvor gesehen. Dabei war doch vor kurzem noch Sonnenschein und klare Sicht? So aber, je näher ich dem Berge kam, wich die gute Sicht und ich verschwand allmählich im Nichts.

Höchste Berg der Pfalz

Der Donnersberg liegt 686,5 M.ü.M. und liegt bei Dannenfels im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz und ist somit der höchste Berg der Pfalz. Der höchste Punkt ist auf dem Königsstuhl, der kleinen Gipfelformation, von welcher man gute Sicht hätte, hätte man gute Sicht. Schön war es trotzdem. Obwohl Rutsch und Sturzgefahr bei falschem Schuhwerke, denn die Felsen waren nass und vereist.

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Rapunzel, Rapunzel....

Weiter verfügt der Berg über fünf Burgruinen und den Ludwigsturm, bei welchem man meinen könnte, Rapunzel erscheine am Fenster und liesse ihr güldenes Haar genau in diesem Moment hinunter. Der Turm, so finde ich, weist eine sehr spezielle Architektur auf, irgendwie verträumt, wie nicht von dieser Welt. Am Fusse des Turmes gönnte ich mir erst mal einen heissen Tee, denn es war bitterkalt. Es wunderte mich überhaupt, dass da jemand da war im kleinen Holzhüttchen und was zum Verkaufe anbot.

Die Algiz-Rune

Auf dem Hochplateau befinden sich noch Teile einer keltischen Ringwallanlage, deren Teile man restauriert hat und man besichtigen kann. Sie gehört mit knapp 9 Kilometer zu der grössten und bedeutendsten ihrer Art nördlich der Alpen. Auf dem weiterführenden Wall kann man sodann weiterpilgern und wird von wirklich mystischen Bäumen fast gespenstisch umschlungen. Seltsam ist es schon, diese Energie dort. Verdrehte Bäume, Bäume, welche in „Ypsilonform“ wie die Algiz-Rune aussehen, ragen in den Himmel und weisen den Weg, wenn man sich mal verirrt auf schmalem Pfade.

Rhyolith wohin das Auge reicht

Zwischendurch immer wieder rot-grünes Gestein, sogenannter Rhyolith. Natürlich habe ich mir einen Stein als Andenken mitgenommen. Rhyolithgestein ist übrigens ein Heilstein und dass er vom Donnersberg selbst kommt, verstärkt seine Wirkung um ein Vielfaches. Er stärkt unser vegetatives Nervensystem und stimuliert unseren Stoffwechsel. Er stärkt unsere Liebesfähigkeit, verleiht uns bessere Ausdruckskraft und fördert unsere Selbstachtung.

Andere Galaxie

Wenn man dann durch die weisse und nebelverhangene Landschaft wandert, im tiefen Wald, sieht man plötzlich so etwas Seltsames durch die Lichtung scheinen. Ein Raumschiff? So sieht es fast aus, aber es ist der ebenso weisse Sender des Donnersberg, der aussieht wie von einer anderen Galaxie. Ich glaube, da oben auf diesem Berg sieht im richtigen Licht einfach alles mystisch aus. Es war ein herrlicher Tag, ein herrlicher Ausflug.

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© Text: Silvia Cristini - Cristini-Art